Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz

 
- Aus vorhandenen Unterlagen sowie aus der Original befindlichen Fahne ist zu schlussfolgern, dass die Bekämpfung von Bränden bis 1874 vom "Turnverein mit erfolgte.
- 1874 wurde erstmalig das Feuerlöschwesen in der Gemeinde Gablenz gesetzlich geregelt. Hierzu wurde am 13. Juni 1874 vom Gemeinderat ein "Regulativ" beschlossen und am 2. Juli 1874 vom Königlichen Gerichtsamt Stollberg bestätigt. Das Regulativ legte u.a. fest, dass jeder erwachsener Einwohner männlichen Geschlechts, bis zum 60. Lebensjahr zur Hilfeleistung bei ausbrechenden Bränden verpflichtet ist.
 

 

- Sie bildeten das "Feuerwehr-Corps, das unter dem Kommando eines "Feuerlöschdirigenten" stand. Das Corps umfasste damals 114 Bürger. Die Alarmierung erfolgte zu dieser Zeit durch einen Signallisten mittels Signalhorn.
- Zur Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz gehörte damals eine fahrbare Feuerspritze ohne Saugwerk. Die Spritze musste mit Löscheimer befüllt werden. Diese Spritze wurde am 7. Oktober 1874 durch eine neue, mit Zubringer versehene Spritze ersetzt. Des weiteren hatte die Feuerwehr noch 116 Meter Schlauchmaterial und 1 Laterne sowie 6 Löscheimer zur Verfügung.
- Jährlich war mindestens eine allgemeine Übung sämtlicher Feuerwehrmannschaften durchzuführen. Vergehen gegen die Disziplin wurden mit Verweisen und Geldstrafen geahndet. Hierzu wurde ein Ehrengericht gebildet.
- Zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft bei Gewitter wurde eine "Gewitterwache" eingeführt. Bei einem herannahendem Gewitter, hat der Spritzenmeister sich in das Spitzenhaus zu begeben, die Türen zu öffnen, die Spritze bereitzustellen und in der Nachtzeit eine Laterne anzuzünden. Er hat das Spritzenhaus oder in der nächsten Nähe desselben solange zu  verbleiben, bis die Gefahr eines Blitzschlages vorbei ist.
- Am 16. Januar 1904 wurde vom Gemeinderat eine neue Feuerlöschordnung beschlossen und am 9.Mai 1904 durch die Königliche Amthauptmannschaft  genehmigt. Sie löste das seit 1874 gültige Regulativ ab und beinhaltet die Bildung einer Pflichtfeuerwehr unter der Leitung eines "Feuerlöschdirektors".
   
- Am 1.Juni 1930 wurde erstmals in Gablenz eine "Freiwillige Feuerwehr" gegründet und deren Grundgesetz am 3. November 1930 vom Gemeinderat genehmigt. Die Wehr wurde von einem "Hauptmann" geleitet. Ihr gehörten damals 37 aktive und 10 passive Mitglieder an.
   
- Die technische Ausrüstung bestand aus einer Handdruckspritze für Pferdezug bzw. von Hand zu ziehen, auf einem eisenbereiften Wagen.
   
- Das alte Spritzenhaus stand an der Einmündung zur Schulstraße in die jetzige Bundesstraße B169
   

Dieses Bild zeigt die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz am 4.August 1929 mit einer Handdruckspritze vor dem alten Gerätehaus der Wehr.

Neues Gerätehaus an der Brückengasse

   
- 1930 wurde in der jetzigen Brückengasse vom damaligem Besitzer, Ernst Bart ein Nebengebäude durch den Gemeinderat erworben und als Gerätehaus ausgebaut. Das bisherige Spritzenhaus wurde abgerissen.
   
 

 

Gruppenfoto von 1933 vor dem neuen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz

   
- 1934 wurde auf dem Sportplatz ein Steig- und Schlauchtrockenturm errichtet. Er musste nach 1945 wegen Sturmschäden abgerissen werden.
   

Gruppenfoto am Steig- und Schlauchtrockenturm der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz

- Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Freiwillige Feuerwehr neu formiert und am 18.März 1948 neu gegründet.
   
- Neben der Handdruckspritze von 1930, war noch ein luftbereifter 2-Rad-Anhänger mit einer Tragkraftspritze (TS8) vorhanden, der jedoch meist von Hand gezogen werden musste.
   

Handgezogener Tragkraftspritzenanhänger

 

- 1955 feierte die Freiwillige Feuerwehr Gablenz, ihr 25 jähriges Bestehen mit einem Dorffest und einem historischen Festumzug.

 

Festumzug im Jahre 1955 (25 jähriges Bestehen)

 

- Ende der 50er Jahre hatte das Löschfahrzeug "Packard" einen kapitalen Motorschaden erlitten und konnte auch nicht mehr repariert werden. Was nun? Wer soll nun das Feuer löschen? Aber auch dafür hatten die Kameraden eine Lösung!  Es wurde ein Traktor mit Anhänger besorgt, um den Transport für Einsatzgeräte und Mannschaft im Brandfall abzusichern.

 

Traktor mit Anhänger und Einsatzausrüstung

Gruppenfoto vor dem Einsatzanhänger

   
- Anfang der 60er Jahre wurde als Ersatz für den Traktor ein LKW vom Typ"Steyer" angeschafft. Der LKW wurde in Handarbeit zu einem Löschfahrzeug umgebaut.

 

Löschfahrzeug Steyer

Gruppenfoto vor dem Löschfahrzeug Steyer

   
- Das Löschfahrzeug von Typ Steyer war bei der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz von 1961 bis 1968 im Einsatzdienst.
   
- 1968 erfolgte die feierliche Übergabe eines neuen  Kleinlöschfahrzeug vom Typ "B1000", was bis heute noch im Einsatzdienst  der Wehr steht.
   
- Im Lauf der Zeit, hatte die Wehr auch noch ein Motorrad (250ETS von MZ) für einen Kradmelder sowie ein geländefähiges Allradfahrzeug vom Typ "P3" und einen Einachsanhänger mit einer TS8 und einer Lenzpumpe zur Verfügung.

 

 KLF B1000 (Foto 1980)

Hier ein alter P2M

Krad mit Kradmelder

- 1980 wurde das 50 jährige bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz im neuen Gerätehaus gefeiert.
   

Neues Gerätehaus zum 50 jährigen Jubiläum

- Anlässlich des 50 jährigen Bestehen, der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz wurde ein großes Fest auf die Beine gestellt. Es gab eine große Schauübung in der Wäsche Union, wo die Kameraden ihr können zeigten.
 

 

 

 

- Auf dem Festplatz war auch eine Menge los. Für jeden Besucher war die 50 Jahrfeier ein unvergessliches Fest.
     

 

- Nach der Wiedervereinigung Deutschlands, erhielten wir 1991 ein neues Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe vom Typ "Iveco Magirus Deutz". Das Fahrzeug wurde am 27.09.1991 in Görlitz abgeholt und mit der noch vorhandenen Gerätetechnik bestückt. Die Übergabe des neuen Löschfahrzeuges erfolgte am 5.Oktober 1991 in feierlicher Form durch den Bürgermeister, Matthias Wirth.

 

Abholung LF8 in Görlitz

Übergabe LF8 durch Bürgermeister, Matthias Wirth

 

- Zur Übergabe des neuen Löschfahrzeuges, kam auch erstmalig unsere Gulaschkanone zum Einsatz

 

 

- Im Juli 1992 bekamen wir per Tieflader einen Steiger- und Schlauchtrockenturm aus Flöha.  Der Steiger- und Schlauchtrockenturm, sollte laut der Feuerwehr Flöha verschrottet werden. Der 13 Meter hohe Turm wurde in Flöha demontiert und bei uns in Gablenz mit einem Mobilkran wieder aufgestellt. Die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Lugau unterstützte uns beim Abdichten des Daches. Bevor dieser Turm zu uns gekommen ist, wurden die Schläuche zum Trocknen auf Bäume gehangen.

 

Steiger- und Schlauchtrockenturm der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz

 

- 1992 bekamen wir erstmalig neue Einsatzuniformen und Funkmeldeempfänger

 

Alte Einsatzuniformen

 

- 1994 Anlässlich unserer 120 Jahrfeier "Freiwillige Feuerwehr Gablenz" entstanden diese Fotos

 

Gruppenfoto Einsatzabteilung

 

Festlich geschmückt Schauübung mit DL Lugau Gondelbetrieb am Festplatz

 

- 2005 erfolgte der Spatenstich für das neue Gerätehaus, der Freiwilligen Feuerwehr Gablenz durch den Bürgermeister der Stadt Stollberg "Marcel Schmidt". Als der Startschuss für den Gerätehausbau kam, begannen die ersten Erdaushubarbeiten für das neue Gerätehaus. Am 10.06.2006 wurde das Richtfest gefeiert und am 21.& 22. Juli 2007 wurde das Gerätehaus feierlich in Form eines Dorffestes eingeweiht. Die symbolische Übergabe des Gerätehausschlüssel erfolgte durch den Bürgermeister.

 

Spatenstich durch Bürgermeister "Marcel Schmidt".

Erste Erdarbeiten für das Gerätehaus

 

Bauarbeiten am Gerätehaus

Setzen der Dachsparren

 

 

- Im März 2009 wurde durch den Feuerwehrrat der 4 Ortsteile beschlossen, sich gemeinsam im Internet zu präsentieren.  Durch Kamerad "Kai Müller" der Freiwilligen Feuerwehr Stollberg wurde dieses Projekt am 08.08.2009 realisiert.
 
 
- Im Juli 2009 zählt die Freiwillige Feuerwehr Gablenz  28 Mitglieder in der Einsatzabteilung und 10 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung sowie 11 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr

 

 

 

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